Folgende größere Exkursionen fanden bisher statt:

2011

Exkursion Schülertal am 28. Mai 2011

Abb. 2011/1: Exkursion ins Schülertal am 28. Mai 2011

Abb. 2011/2: Exkursion ehemaliges Volksbad Görlitz am 16. Juni 2011 mit Mitarbeitern vom Löbestein-Projekt zum Thema Invasive Neophyten als nachwachsender Rohstoff

 


 

2012

2012/1: Halbtagesexkursion am 29.06.2012 zu ausgewählten Neophytenstandorten auf der Seite des deutschen Projektgebietes mit Vorstellung der praktischen Arbeiten und Verdrängungserfolge der einzelnen Bearbeitungsmaßnahmen. Dieser ersten Exkursion folgt am 06. September 2012 eine zweite Veranstaltung auf tschechischer Seite.

Abb. 2012/1: Die erste Station befand sich am Fuße des Berges Oybin. Hier verdrängt seit 2010 der Landschaftspflegeverband "Zittauer Gebirge und Vorland" e.V. mehrere Riesen-Bärenklau-Standorte. Teile der Neophytenstandorte befinden sich hier innerhalb wertvoller Strukturen wie Magere Frischwiesen und entlang eines naturnahen Berglandbaches (Goldbach). Teilnehmer an der Exkursion waren unter anderem Vertreter der tschechischen und deutschen Behörden, der Landschaftspflegeverbände, der Landestalsperrenverwaltung und der Forstverwaltung.

Abb. 2012/2: Hr. Sbrzesny vom Planungsbüro Ing. Krüger und Jedzig führte durch die Exkursion und erläuterte die einzelnen Standorte und deren Bearbeitung. Im Bild der Exkursionspunkt Nr. 2 auf der Althalde Hartau; einer ehemaligen Kohlengrube. An diesem Standort hat sich teilweise flächendeckend die Kanadische Goldrute ausgebreitet und verdrängt wertvolle magere Wiesengesellschaften. Ziel sollte hier eine Überführung der Althalde in eine naturnahe Wiesenbewirtschaftung sein, wodurch auch langfristig die Goldrute von diesem Standort zurückgedrängt werden kann.

Abb. 2012/3: Der nächste Exkursionspunkt befand sich an einer stillgelegten Bahnstrecke bei Ruppersdorf. Hier werden in enger räumlicher Nähe Standorte des Japanischen Staudenknöterichs mit drei unterschiedlichen Maßnahmen bearbeitet. Neben der chemischen Verdrängung (Standort Bild), wird auf zwei weiteren Untersuchungsflächen mechanisch in Form von Ausreißen/Ausstechen und Mahd (Freischneider) verdrängt. Sehr gut sind hier die Unterschiede zwischen mechanischer und chemischer Verdrängung zu erkennen. Standorte mit mechanischer Verdrängung (nicht im Bild) haben nach zweijähriger Bearbeitung eine geschlossene gräserdominierte Krautschicht aufgebaut, sind aber auch noch deutlich von Staudenknöterich durchsetzt.

Abb. 2012/4: Der Standort mit der chemischen Verdrängung zeigt deutlichere Erfolge in der Zurückdrängung des Japanischen Staudenknöterichs. Die Knöterichpflanzen sind nur noch in einer für die chemische Verdrängung typischen Kümmerform zu finden (siehe Bild). Aufgrund des Chemieeinsatzes ist die Krautschicht nur sporadisch ausgebildet und es dominiert überwiegend eine vegetationslose Streuschicht. Als natürliche Vegetation konnten sich überwiegend nur Therophyten an diesem Standort ansiedeln wie u.a. Klatschmohn oder die Kleinblütige Königskerze.

Abb. 2012/5: Abschließender Exkursionspunkt war ein knapp 1ha großer Sachalin-Staudenknöterichbestand in einem Fichtenforst nördlich von Strahwalde. Dieser Standort wurde flächendeckend mit großem Erfolg chemisch verdrängt. Am Standort wachsen nur noch sporadisch Einzelpflanzen vom Sachalin-Staudenknöterich. Auf der stark beschatteten Streuschicht stellt sich langsam erste Naturverjüngung in Form von Schwarzem Holunder, Berg-Ahorn und Eberesche ein.

 


 

2012/2: Halbtagesexkursion am 06.09.2012 zu ausgewählten Neophytenstandorten auf der Seite des tschechischen Projektgebietes mit Vorstellung der praktischen Arbeiten und Verdrängungserfolge der einzelnen Bearbeitungsmaßnahmen.

Abb. 2012/6: Erster Exkursionspunkt war ein Standort von Staudenknöterich und Kanadischer Goldrute in einem lichten Gehölz (Pionierwaldstadium) in der Nähe des polnisch/tschechischen Grenzübergangs bei Hradek. Hier erfolgte eine chemische Verdrängung des Staudenknöterichs und als Nachsorge die Pflanzung heimischer Straucharten. Durch Beschattung soll die Neuansiedlung bzw. Wiederausbreitung invasiver Neophyten verhindert werden. Herr Modry erklärte den Exkursionsteilnehmern die auf der Fläche durchgeführten Maßnahmen.

Abb. 2012/7: Zweiter  Exkursionspunkt waren Wiesenflächen bei  Andělská hora an der Lausitzer Neiße (ehemalige Dominanzstandorte vom Staudenknöterich mit chemischer Bekämpfung).  Diskutiert wurden hier von den Exkursionsteilnehmern vor allem die langfristige Perspektive derartiger Flächen.

Abb. 2012/8: Staudenknöterichstandort auf einer ehemaligen Deponie südlich von Kunratice. Auch hier erfolgte eine chemische Bekämpfung des Staudenknöterichs. Da invasive Neophyten wie Robinie und Kanadischer Goldrute ebenfalls auf der Fläche vorhanden sind, werden frei werdende Flächen jedoch schnell von diesen Arten besiedelt. Von den Exkursionsteilnehmern wurde daher die Frage diskutiert, wie mit derartigen Standorten weiter umzugehen ist.

Abb. 2012/9 und 10: Letzter Exkursionspunkt waren ehemalige Staudenknöterichflächen an der Smědá bei Minkovice. Auf den unmittelbar bis ans Ufer beweideten Teilflächen ist eine Wiederansiedlung der in den Vorjahren chemisch bekämpften Neophytenarten (Staudenknöterich) weitgehend ausgeschlossen. Restbestände sind am nicht beweideten, gegenüberliegenden Ufer aber noch vorhanden und erfordern entsprechende Nachsorgemaßnahmen. Vorgestellt und diskutiert wurden auch die Auswirkungen der Flut von 2010.


2013

Eine Exkursion fand nur am 27.09.13 im Rahmen des Workshops 2013 statt.