Ermittlung der Auswirkungen von Neophyten und zur Erfolgskontrolle von Managementmaßnahmen

Auf ausgewählten Untersuchungsflächen werden die Auswirkungen verschiedener Neophyten erfasst. Hierbei handelt es sich um Staudenknöteriche (Fallopia japonica, F. sachalinensis, F. x bohemica), Herkulesstaude (Heracleum mantegazzianum), Drüsiges Springkraut (Impatiens glandulifera) und Goldrutenarten (Solidago canadensis, S. gigantea).

Es werden Probeflächen mit Vorkommen dieser Arten eingerichtet  sowie Probeflächen vergleichbarer, angrenzender Standorte, auf denen diese Arten nicht vorkommen. Probeflächen mit Beständen von Neophyten werden unterteilt in solche, in denen Maßnahmen (Mahd, Ausreißen oder Ausstechen, Herbizideinsatz) vorgenommen werden und solchen, auf denen dies nicht der Fall ist. Auf diesen Probeflächen wird die Ausprägung unterschiedlicher Parameter aufgenommen (z. B. Artmächtigkeit, Exposition), die für die Bewertung hinsichtlich naturschutzfachlicher Ziele (vgl. Bewertung) besonders aussagekräftig sind.

Es erfolgt eine Auswertung der Effekte von Standortparametern, Bekämpfungsvarianten und von Nachbarschaftseffekten auf den Bekämpfungserfolg sowie der Effekte von Bekämpfungsmaßnahmen auf Biodiversitätsparameter.

Um abgesicherte Erkenntnisse zu den Wirkungen verschiedener Neophytenarten auf die Biodiversität sowie zum Erfolg der Managementmaßnahmen zu gewinnen, wurden an vielen Stellen im Untersuchungsgebiet Probeflächen nach einem immer gleichen Muster eingerichtet. Die Vegetation wird hier unter dem Einfluss der verschiedenen Neophytenarten, nach deren Bekämpfung und in benachbarten Beständen ohne Neophyten erfasst. Ein Vergleich der so gewonnenen Daten kann zur Evaluierung der Effektivität verschiedener Managementmaßnahmen herangezogen werden.

Abb.1: Untersuchungskonzept zur Erfolgskontrolle des Neophytenmanagements und zur Erfassung der Auswirkungen von Neophyten auf die Biodiversität.