Ergebnisse zu den Auswirkungen der Neophyten (Stand: 07.01.2014)

Die Veränderung der Artenzahl durch die Besiedlung mit Neophyten ist von Art zu Art unterschiedlich. Bei allen untersuchten Neophytenarten ist eine Abnahme der Artenzahl nach der Besiedlung im Vergleich zu den benachbarten Kontrollflächen festzustellen. Bei den beiden Staudenknöterich-Arten (Fallopia japonica und F. sachalinensis) ist der Rückgang der Artenvielfalt aber am deutlichsten.

Abb.1: Vergleich der mittleren Artenvielfalt in den durch verschiedene Neophytenarten besiedelten Probeflächen und den jeweiligen benachbarten Kontrollflächen ohne Neophyten.

Die Dominanz von Neophyten in Vegetationsbeständen wirkt sich nicht nur auf die Artenvielfalt aus. Abhängig von den neophytischen Arten kann es auch zu einem starken Wechsel der Artenzusammensetzung kommen. Dieser lässt sich durch einen Vergleich der Arten in durch Neophyten dominierten Beständen und benachbarten Kontrollflächen ohne Neophyten erfassen. Insgesamt führen alle untersuchten Neophyten zu erheblichen Veränderungen der Artenzusammensetzung. Auch hier verursachen die beiden Staudenknöteriche Fallopia japonica und F. sachalinensis die größten Veränderungen.

Abb.2: Vergleich der Unähnlichkeit (inverser Simpson-Index) zwischen den durch verschiedene Neophytenarten besiedelten Probeflächen und den jeweiligen benachbarten Kontrollflächen ohne Neophyten.

 


Ergebnisse der Erfolgkontrolle

 

Die Untersuchungen nach dreijährigem intensivem Management der ausgewählten Neophyten-bestände zeigen einen positiven Entwicklungstrend. Durch das Management konnte die Artenvielfalt auf den von Neophyten besiedelten Flächen durchweg gesteigert werden. Neben dieser erfreulichen Entwicklung der Artenzahlen haben die durchgeführten Maßnahmen aber einen weiteren positiven Effekt: Die häufig durch dominante Neophyten hervorgerufene Vereinheitlichung der Artenzusammensetzung konnte umgekehrt werden. Die Artenzusammensetzung ist wieder diverser geworden und entwickelt sich in Richtung der natürlichen Kontrollflächen.

Abb.3: Vergleich der Artenvielfalt vor und nach den durchgeführten Managementmaßnahmen. Für alle bekämpften Neophyten führt das Management zu einer Erhöhung der Artenzahlen.

Abb.4: Vergleich der Unterschiedlichkeit der Artenzusammensetzung (der sogenannten ß-Diversität) auf den vom japanischen Staudenknöterich bewachsenen Flächen vor und nach den durchgeführten Managementmaßnahmen. Die durch den Neophyten vereinheitlichte Artenzusammensetzung differenziert sich durch das Management wieder aus und entwickelt sich in Richtung der natürlichen Kontrollflächen.